Kuala Lumpur – Eine Stadt zum Verlieben

15. November 2013 at 12:37

Posted from Petaling Jaya, Selangor, Malaysia.

Das erste Mal seit einem Monat bin ich wieder in der Großstadt. Ich hatte damit gerechnet, dass mich die vielen Eindrücke in Kuala Lumpur nach dem beschaulichen Koh Tao erschlagen würden. Falsch gedacht – die Hauptstadt von Malaysia ist traumhaft und ich blühe richtig in ihr auf. Verglichen mit Bangkok ist KL geradezu ein entspannter Ausflug aufs Land. Die Stadt ist kleiner und wirkt weniger voll, gedrängt und lärmend. Die Temperaturen haben Erbarmen mit verweichlichten Europäern wie mir und es weht von Zeit zu Zeit sogar mal ein freundliches Lüftchen. Zudem scheint die Stadt nicht sehr mit Touristen vollgestopft zu sein, was auch sehr angenehm ist. Mir fiel sofort auf, dass die Stadt relativ sauber ist und der frühere Einfluss aus britischer Herrschaft hat eine moderne Stadt mit guter Infrastruktur geschaffen.

Das tollste allerdings an Kuala Lumpur ist der multikulturelle Mix. Ich gestehe, dass ich vorher gar nichts über die Stadt wusste. Von daher habe ich mich umso gefreut, als ich so viele verschiedenen Kulturen antraf. Bereits beim Bustransfer vom Flughafen bin ich durch Little India gefahren, das ich noch fußläufig erkunden möchte. Gleich nach dem Einchecken im grandiosen BackHome Hostel mitten im Zentrum ging es auf einen indischen Imbiss auf die Straßen. Hier bekam ich das beste und verhängnisvollste Chicken Curry. Fünf Wochen in Thailand ohne Probleme und kaum bin ich zwei Stunden in Malaysia, fange ich mir was ein. Noch heute ist mein Verdauungssystem recht nervös. Das hält mich natürlich nicht davon ab auch die anderen Leckereien zu probieren, die die Restaurants oder Stände der Stadt zu bieten haben. Gestern Abend konnte ich noch kurz in eine indische Hochzeitszeremonie hineinschnuppern, die in einem indischen Tempel in der Innenstadt stattfand.

Fünf Gehminuten vom Hostel entfernt befindet sich China Town, wo man erwartungsgemäß wunderbar schlemmen und günstige „Originale“ shoppen kann. Interessant sind auch der Fleisch- und Fischmarkt, der wider Erwarten recht hygienisch und gar nicht stinkig daherkam und auf dem sich die Verarbeitung vom lebenden Tier zum verzehrfreundlichen Fleisch eindrucksvoll nachvollziehen lässt. Das Bild von den im großen Plastikeimer gesammelten unverwertbaren tierischen Überresten erspare ich euch für den Fall, dass ihr das hier beim Essen lesen solltet.

Und dann sind da noch die Einflüsse der Muslime, die mich sofort an meinen Trip dieses Jahr nach Istanbul erinnert haben. Auch hier hört man die Klänge ritueller Gebete aus Lautsprechern. Heute wollten wir noch die Zentralmoschee Malaysias besuchen. Das traditionelle Freitagsgebet hat uns dabei leider einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Stattdessen haben wir uns dann mit den Zug zu den außerhalb der Stadt gelegenen Batu-Höhlen aufgemacht, die sich nördlich von KL befinden. Hier habe ich auch meine ersten Affen in freier Wildbahn gesehen, die sich dank großzügiger bzw. unachtsamer Touristen um ihre Verpflegung keine Gedanken machen brauchen.

Allein zu reisen, hat seine Reize. In Gesellschaft anderer macht es natürlich auch Spaß. Daher werde ich meine erste Zeit in Malaysia nicht allein verbringen. Alex hatte ich auf Koh Tao kennengelernt und das gemeinsame Reisen hat einfach optimal in unser beider Pläne gepasst. So haben wir uns in KL ins gleiche Hostel eingemietet und erkunden nun ein wenig das Land zusammen. Hinzugekommen ist auch noch Max, ein Freund von Alex.

Heute ist bereits unser letzter Abend in Kuala Lumpur. Wenn alles klappt, begießen wir den Abschied von der Stadt heute Abend noch in einer Sky Bar mit nächtlichem Blick über die Stadt. Morgen geht es dann mit dem Bus weiter nach Tanah Rata, wo wir uns eine vorübergehende Pause von der Hitze in den Cameron Highlands gönnen werden. Der nächste Bericht folgt also bald.

Wie immer gibt es zum Abschluss noch ein paar Bilder von meinen Tagen hier. Ich freue mich wie immer über eure Likes und Kommentare.

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