Fische, striegelt eure Schuppen – Ab sofort schieße ich scharf!

26. März 2014 at 06:20

Posted from George Town, Penang, Malaysia.

Tauchen steht momentan in der Top 3 meiner Lieblingsbeschäftigungen (je nach Bedürfnislage im stetigen Wechsel mit Essen und Schlafen). Warum und wie es dazu kam, sollte spätestens seit meinem Jahresrückblick 2013 deutlich geworden sein. Gerade mache ich noch gemütlich meinen Divemaster-Kurs auf Pulau Weh (Sumatra, Indonesien) zu Ende und unter uns gesagt liebäugle ich schon jetzt mit dem Kurs zum Instructor als nächste Stufe in ein neues kunterbuntes und ereignisreiches Lebens, Arbeiten und Wirken. Ist natürlich noch nicht spruchreif, also psssst. So oder so wird mich das Tauch-„Business“ noch ’ne Weile nicht loswerden.

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Fotografie an Land ist auch ’ne feine Sache. Mit meiner kleinen digitalen Spiegelreflexkamera erschaffe ich mir an neuen Orten auf meiner Reise nette Erinnerungen, die ich immer wieder auf Soulful Garden mit euch teile. Natürlich alles nur, um Euch alle total neidisch zu machen. Momentan komme ich bei den vielen Unterwassernasenduschen und dem wenigen Weltenbummeln kaum zum Fotografieren.

Auch unter Wasser stoße ich immer wieder auf sagenhafte Landschaften und ulkige Kreaturen. Von vielen hatte ich vor dem Tauchschein keinen Schimmer, dass sie überhaupt existieren. Die anrührende Schönheit dieser fremden Welt, die Perfektion der Natur in Sachen Tarnung bzw. Verteidigungsstrategien seiner Meeresbewohner und die auf jedem Tauchgang andersartige Stimmung faszinieren mich immer wieder. Stundenlang könnte ich nach Seepferdchen, Schnecken, Karettschildkröten oder Krustentieren Ausschau halten (wenn da nicht diese überflüssige Nullzeit wäre). Klar möchte ich das auch gern anderen zeigen.

Schon im letzten Oktober auf Koh Tao war ich von der Unterwasserwelt so fasziniert, dass ich mir gleich die kleine und günstige Intova Sport HD zulegte und wie wild auf alles Getier und die Botanik draufhielt. Mit dieser Einsteigerknipse konnte ich erste bescheidene Erfahrungen sammeln im Bereich der UW-Videographie (siehe das Video übers Tauchen auf Pulau Tioman das ganze 17 mal angeschaut wurde). Mit Fotos hingegen ist der kleine Apparillo, zumindest mit mir hinter der Kamera, hoffnungslos überfordert (siehe hier).

Immer wieder habe ich daher in den letzten Monaten drüber sinniert, mir eine ordentliche Kamera für Unterwasser zu besorgen. Doch welche Kamera darf’s denn sein?  kompakte Unterwasserkamera oder normale Kompaktkamera mit zusätzlichem Unterwassergehäuse (das Thema DSLR habe ich gleich sein gelassen als ich den Preis für das passende Gehäuse zu meiner Canon EOS 70D gesehen hatte)? Bin ich eher der Typ für Makro, Weitwinkel oder doch der schnöde Allrounder? Interner, externer oder ganz ohne Blitz? Wie wirkt sich das alles auf das Gewicht meines Reisegepäcks aus? Ach und was das alles wieder kostet. Stundenlange Internetrecherchen, widersprüchliche Gespräche mit anderen Tauchern und ergebnisloses Vergleichen haben mich nur noch ratloser werden lassen. Irgendwann hatte ich es einfach frustriert aufgegeben. Dann erst mal keine Fotos.

Das war so lange okay, bis ich vor knapp zwei Wochen mit meiner Schwester auf Sipadan tauchen war. Zwischen zahlreichen Ansammlungen von Weißspitzen- und grauen Riffhaien sowie einem bunten Eintopf von Suppenschildkröten bei klarster Sicht von über 30 Metern und blaustem Meer hatte ich dann plötzlich wieder die Möglichkeit zum Fotografieren vermisst. Doch wollte ich mir den ganzen Recherche-Prozess noch mal antun?

Und dann passierte es plötzlich. Ein paar Tage später in Kota Kinabalu (Borneo) fand ich auf der Suche nach neuen Flossen endlich einen brauchbaren Tauchshop. Und damit war alles zu spät. Sie lag einfach da. Ein paar Tage vorher hatte mein Dive Guide auf Mabul sie ebenfalls benutzt, sodass ich die Güte der Fotos kannte. Sie kam in einem unschlagbaren Angebot (selbst günstiger als in Deutschland) und mir gingen einfach die Argumente aus, es nicht zu tun.

[TROMMELWIRBEL]

Nach ewigem Rumgeeier hat es doch endlich geklappt. Alle kamerascheuen Unterwasserbewohner sollten sich in ihre Höhlen verkriechen und vorsorglich die Seegrasvorhänge zuziehen. Ab sofort knipse ich auch endlich im blauen Nass mit einer wundervollen Canon G15 und dem Gehäuse WP-DC48. Ihr dürft hier auf Soulful Garden den Aufstieg vom unbeholfenen Wackelfritzen zum (hoffentlich) baldigen UW-Künstler mitverfolgen.

Glücklicherweise war die nächste Station nach Borneo das Inselchen Perhentian im Westteil Malaysias. Hier konnte ich mein neues Baby das erste Mal auf Tauchgänge nehmen und erkennen, dass der Weg zu guten Bildern ein weiter sein wird. Gute 98% der Bilder waren totaler Schrott. Ein paar waren okay und die ersten Ergebnisse könnt ihr euch hier anschauen. In Zukunft kommt da definitiv noch einiges meer.

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Hoffentlich komme ich auf Pulau Weh bei Lumba Lumba – dort bin ich nämlich in einer halben Woche wieder – neben dem Guiden auf Tauchgängen, dem normalen Tagesgeschäft im Dive Ship und dem Abschließen letzter Prüfungen für den Divemaster auch noch dazu mit der Kamera zu üben. Ich freu mich drauf.

Heute geht’s erst mal wieder von Penang nach KL zurück, wo ich noch einmal mein Schwesterchen zu sehen bekomme, bevor sie wieder nach Hause fliegt nach ihrem ersten großen Backpackererlebnis in Asien. Juhu Und in 4 Tagen bin ich dann wieder auf meiner liebgewonnenen Insel auf der neuerlichen Suche nach großen Schulen von Teufelsrochen, seltenen Hammerhaien und Co.

P.S.: Braucht jemand eine Einsteigerkamera für Unterwasser? Ich verschenke sie sehr gern unter meinen Freunden. Einzige Bedingung: Du musst selbst nach Pulau Weh kommen und sie dir abholen.